Süd-Ost-Link Autobahnvariante

Hier finden Sie eine Antwort der Bundesnetzagentur, auf die Frage, warum die Verlegung an die A93 nicht möglich ist.

Vielen Dank für Ihre Nachricht, in der Sie das Vorhaben Nr. 5 des Bundesbedarfsplangesetzes (BBPlG), den sog. SuedOstLink, ansprechen. Nachfolgend gehen wir auf Ihr Anliegen ein.

Die Bundesnetzagentur hat bei der Durchführung der Bundesfachplanung zum Ziel, dass ein Trassenkorridor festgelegt wird, der für Mensch, Natur und Umwelt verträglich ist und dass die Betroffenheiten so gering wie möglich gehalten werden. Deshalb haben wir auch die Bündelung mit der A93 als alternativen Trassenkorridorvorschlag und die Frage der Verlegung des Erdkabels im Seitenstreifen der Autobahn vor, auf und nach den Antragskonferenzen in Hof und Weiden intensiv diskutiert.

Die Bundesnetzagentur hat sich daher schon in einem sehr frühen Verfahrensstadium der Frage der Bündelung gewidmet. Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Trassenkorridor in durchgängiger Bündelung mit der A93 offensichtlich erhebliche Konflikte aufweist. Dazu gehören insbesondere die enge Annäherung der A93 an große Siedlungs- und Gewerbegebiete (z .B. südöstlich der AS7 Schönwald, bei Selb, zwischen Unterweißenbach und Hammergut, an der AS20 Höchstadt, an der AS14 Marktredwitz-Süd, an der AS21b Neustadt a.d. Waldnaab, zwischen der AS22 Weiden-Nord und der AS25 Weiden-Süd). Des Weiteren wären z.B. Waldquerungen über längere Strecken erforderlich (z.B. zwischen Rehau und Selb, südlich von Selb, nördlich der AS12 Wunsiedel, westlich von Mitterteich, nordöstlich von Windischeschenbach, westlich von Neustadt a.d. Waldnaab, westlich von Weiden). Auch würden Wasserschutzgebiete gequert (z.B. zwischen Schönwald und Selb, bei Thiersheim und Weiden). Natura 2000-Gebiete sind im Verlauf der A93 zu queren (z.B. zwischen Schönwald und Selb, westlich von Mitterteich, nordöstlich von Windischeschenbach). Schließlich sind auch schwierige technische Aspekte zu berücksichtigen (z.B. die Querung der Naab, bewegte Topographie mit Talquerungen und Hangeinschnitten) sowie eine Vielzahl von notwendigen Unterquerungen der A93.

Die Gesamtheit dieser und weiterer Sachverhalte hat die Bundesnetzagentur dazu veranlasst, die durchgehende Bündelung mit der A93 nicht zur Prüfung für die TenneT TSO GmbH (Vorhabenträger) aufzugeben. Davon ausgenommen ist die Bündelung des SuedOstLink mit der A93 im Raum Gattendorf – diese Bündelung wurde dem Vorhabenträger zur Prüfung aufgegeben, da sie aus Sicht der Bundesnetzagentur eine ernsthaft in Betracht kommende Alternative ist. Daher kann nicht die Rede davon sein, dass die Bundesnetzagentur sich dem Thema Bündelung nicht stellt.

Das Thema Bündelung ist in der politischen Diskussion sehr präsent. Wie Sie sicherlich der Presse entnommen haben, wurde die Bündelung mit der A93 in einem Schreiben mehrerer Abgeordneter (darunter Herr MdB Rupprecht) und Landräte thematisiert. Das Schreiben ist vom Präsidium der Bundesnetzagentur beantwortet worden.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

Ihr Bürgerservice (Strom-) Netzausbau

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